Der Tag des Gerichts nähert sich | thebereancall.org

Der Tag des Gerichts nähert sich

Hunt, Dave

Der Tag des Gerichts nähert sich

Dave Hunt

Ursprünglich im Juni 2005 publiziert.

Israel ist das Hauptthema der Bibel. Das Wort „Israel“ kommt 2.565-mal in 2.293 Versen vor. Mehr als genug Prophezeiungen wurden bereits in Israels einzigartiger Geschichte erfüllt, die beweisen, dass „der Gott Israels“ (203-mal) der wahre Gott ist. In Sacharja 12,2-3 erklärt Er:

Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum, und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung Jerusalems. Und es soll geschehen an jenem Tag, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich gewisslich daran wund reißen; und alle Heidenvölker der Erde werden sich gegen es versammeln.

Nicht allein, dass Jerusalem, das damals in Trümmern lag, ein Laststein für die ganze Welt würde, sondern dass sich alle Nachbarn Israels gegen es verbünden würden, ist eine verblüffende Prophezeiung. Sie haben einander in der Vergangenheit bekämpft. Doch das erste Mal in der Geschichte sind heute „alle Völker ringsum“ durch den Islam vereint, um Israel zu zerstören.

Mehr als 50 Jahre lang haben Israels Nachbarn Überraschungsangriffe gegen es gestartet und es hat sich militärisch als zu stark erwiesen, obwohl sie zahlenmäßig mehr als 40-mal überlegen waren. Gott sagte, „An jenem Tag will ich die Fürsten Judas wie einen glühenden Ofen zwischen Holzstößen machen… und sie werden zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren...“ (Sacharja 12,6). Jedes Mal völlig geschlagen, wollen seine moslemischen Nachbarn nun angeblich Frieden und hoffen, Israel damit zu täuschen und letztendlich zu zerstören – eine Strategie, die Mohammed entwickelte.

Die wahre Schlacht findet nicht zwischen Arabern und Juden statt, sondern zwischen Allah und Jahwe. Das Ergebnis steht außer Frage, aber es wird beiden Seiten teuer zu stehen kommen; Israel wird für seine Rebellion schwer bestraft und seine Feinde zerstört werden.

Genau wie vorhergesagt ist Jerusalem ein Laststein für alle Völker der Welt. Mehr als 60.000-mal hat die UN gegen Israel abgestimmt. Diese winzige Nation mit einem Tausendstel der Weltbevölkerung hat ein Drittel der Zeit der Vereinten Nationen beansprucht – in der Tat eine Belastung!

Skeptiker beschuldigen Christen, sie hätten aktuelle Ereignisse für die Bibel passend gemacht und behaupten, keiner hätte solche Prophezeiungen bis zur Gründung Israels 1948 erkannt. Doch seit Jahrhunderten haben die meisten evangelikalen Christen aus der Bibel die Rückkehr der Juden in ihr eigenes Land gepredigt. Sogar John Owen, ein führender Kalvinist, schrieb im 17. Jahrhundert: „Die Juden werden in ihr Heimatland zurückgeführt werden.“ Das sahen auch John Milton, John Bunyan, Roger Williams, Oliver Cromwell und viele andere so.

Martin Luther schrieb: „Wären die Juden Abrahams Nachkommen… [sollten sie] in ihr eigenes Land [in] einem eigenen Staat zurückkehren. Aber… [sie] sind verstreut und verachtet.“ Deshalb verwarf er die Juden als Gottes auserwähltes Volk und verfolgte sie. Aber heute sind die Juden nach 2.500 Jahren weltweiter Zerstreuung zurück in ihrem eigenen Land und sprechen Hebräisch wie König David vor 3.000 Jahren. Kein anderes Volk kehrte je zurück, und stellte die eigene Nation und Sprache wieder her, nachdem es so lange aus seinem Land vertrieben war.

Einige Prophetien, nur auf unsere Tage anwendbar, sind erschreckend, da sie Gottes Gericht vorhersagen. Die Sprache ist sehr anschaulich: 

Wenn ich mein blitzendes Schwert geschärft habe und meine Hand zum Gericht greift, so will ich Rache nehmen an meinen Feinden… mein Schwert soll Fleisch fressen... (5Mo 32,41). Denn siehe, der HERR wird im Feuer kommen… um seinen Zorn in Glut zu verwandeln… mit seinem Schwert... (Jes 66,15.16). Und an jenem Tag werden die vom HERRN Erschlagenen daliegen von einem Ende der Erde bis zum anderen; sie werden nicht beklagt, nicht gesammelt und nicht begraben werden... (Jer 25,33)

Oft wird gefragt, ob die Vereinigten Staaten (oder Kanada, Australien und andere) in der biblischen Prophetie vorkommen. Gewiss! Die Schrift erklärt, jede Nation der Welt werde sich in den letzten Tagen versammeln, in Israel einmarschieren und bei der Schlacht von Armageddon zerstört werden: „Da werde ich alle Heidenvölker [alle schließt gewiss auch die USA ein] bei Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird erobert…. Aber der HERR wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen… (Sacharja 12,9; 14,2-4)

Aber würden denn die Vereinigten Staaten nicht verschont werden, weil sie Israels Freund sind? Das amerikanische Außenministerium war wohl oft gegen Israel. So war es im Jom Kippur Krieg. 80.000 Ägypter überwältigten überraschend (Oktober 1973) 500 israelische Verteidiger am Suez und 1.400 syrische Panzer kamen den Golan herunter, wo nur eine einzige israelische Panzerbrigade bereitstand. Israel wurde überrascht. Die meisten ihrer Soldaten waren in den Ferien. Der anfängliche Erfolg der Angreifer begeisterte die arabische Welt so sehr, dass neun andere arabische Staaten heranstürmten, um an der Schlacht teilzunehmen.

Der Historiker David A. Rausch schreibt: „der jordanische König Hussein sandte seine zwei besten Panzerbrigaden nach Syrien. Saudi Arabien und Kuwait machten große finanzielle Zusagen und sandten Tausende Truppen zum Kampf gegen die Israelis. Kuwait verlieh seine britischen Lightning Jets an Ägypten. Libyens Muammar Ghaddafi überlies 40 französische Mirage III Jäger und 100 Panzer. Irakische MiG Kampfflugzeuge, Panzer und Infanteriedivisionen kämpften auf den Golanhöhen, während Ägypten eine Staffel irakischer Hunter Jets erhielt. Araber sagten die Vertilgung des jüdischen Staates und die ‚Befreiung’ Palästinas voraus….“

Die Sowjetunion blockierte jeden UN Versuch für einen Waffenstillstand und versorgte die arabischen Streitkräfte mit Nachschub per See und Luft. So nah war Israel nie an einer Niederlage. Aber am Ende des Krieges standen israelische Panzerverbände am Stadtrand von Damaskus und Kairo. Sie hätten diese Städte einnehmen können, wären sie nicht umgekehrt. Leider starben 3.000 Israelis – was für die USA 150.000 Menschen entsprochen hätte. Hätte Gott nicht eine Reihe von Wundern gewirkt, hätte Israel nicht überlebt.

Wo war ihr Freund, die USA? Die Nationalen Sicherheitsbehörde (NSA) Amerikas sandte Dutzende Warnungen an Nixons Weißes Haus, dass ein arabisches Pearl Harbor unmittelbar gegen Israel bevorstand. Nixon saß darauf. Kissinger verbarg sich am Tag des Angriffs im Waldorf Astoria Hotel in New York und wartete weitere drei Tage, bevor er den UN Sicherheitsrat einberief. Das Weiße Haus weigerte sich, verzweifelt benötigtes militärisches Material an Israel zu liefern und sagte, es dürfe die Araber nicht verärgern und eine Ölkrise heraufbeschwören.

Sechs Jahre zuvor kam am 8. Juni, dem vierten Morgen des „Sechs Tage Kriegs“ die USS Liberty, ein elektronisches Abhörschiff, vor der Sinai Küste an und begann damit, alle Militärkommunikation der Israelis aufzufangen und es dann dem britischen Geheimdienst mit seinen gigantischen Computerinstallationen auf Zypern weiterzuleiten. Von dort wurden komplette Landkarten jeder israelischen Bewegung im Voraus den arabischen Streitkräften weitergeleitet. Mit dieser Hilfe wären die Araber vielleicht in der Lage gewesen, ihre überwältigende zahlenmäßige Überlegenheit ins Spiel zu bringen, um das Kriegsgeschick zu wenden. Israel hatte keine Wahl. Es musste die Liberty versenken. Natürlichen heulten die Medien auf über diesen „kaltblütigen Angriff.“ Keiner glaubte Israels offizieller Entschuldigung, man hätte die Liberty irrtümlich für ein feindliches ägyptisches Schiff gehalten. Weder die USA noch Israel sagten öffentlich die Wahrheit.

Ja, auch die Vereinigten Staaten werden Israel angreifen und bei Armageddon bestraft werden. Gott erklärt schlicht, dass Er alle Nationen gegen Israel bringen wird, um es zu zerstören.

Zur letzten Zeit wird es geschehen, dass ich dich gegen mein Land heraufkommen lasse… Es soll… geschehen… dass mir das Zornesfeuer in mein Angesicht steigen wird… zu jener Zeit wird es ein großes Erdbeben geben im Land Israel. Die Fische im Meer werden vor mir erbeben, die Vögel des Himmels, die Tiere des Feldes, auch alles Gewürm, das auf dem Erdboden kriecht, und alle Menschen, die auf Erden sind… und sie [alle Völker] sollen erkennen, dass ich der HERR bin! (Hesekiel 38,16-23)

Das ist schreckliche Sprache! Was verursacht dieses „große Erbeben“ des ganzen Planeten und jeder darauf lebenden Kreatur? Gott persönlich kommt auf die Erde, wie Er auf den Berg Sinai kam, als er das Gesetz gab – und wird Rache an den Feinden Israels nehmen!

Es gibt zwei spezielle Gründe für Gottes Gericht: „Da werde ich alle Heidenvölker versammeln… ins Tal Josaphat [zwischen Jerusalem und dem Ölberg, wo Gott wunderbarerweise eindringende Nationen zerstörte, ohne dass Israel den Finger krumm machte 2 Chr 20,10-25]; und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, weil sie es [1] unter die Heidenvölker zerstreut und [2] mein Land verteilt haben“ (Joel 4,2).

Natürlich haben sich alle Nationen an der Verfolgung und Zerstreuung der Juden von Land zu Land 2.500 Jahre lang beteiligt. Der zweite Grund für Gottes Gericht, das auf alle Nationen fällt, ist etwas, das erst in unserer Generation geschah: weil sie „mein Land verteilt haben.“

Israel wurde viele Male erobert – aber nie teilte ein Eroberer das Land. Der Sieger teilt seine Beute nicht mit anderen. Seit dem Ersten Weltkrieg jedoch, haben sich alle Nationen daran beteiligt, das Land Israel zu teilen.

Die Balfour Erklärung von 1917, die Pariser Friedenskonferenz 1919 und die Erklärung der Prinzipien seitens des Völkerbundes erkannten an, dass das Land, das man als „Palästina“ kannte (seit die Römer Israel im Jahre 135 umbenannt hatten), den Juden gehörte. Es war als nationales Heimatland für jüdische Leute vorgesehen, „durch internationale Garantien und formal… anerkannt, was auf seiner aus alter Zeit herrührender, geschichtlicher Bindung fußte.“ Natürlich verbindet die Geschichte Israel mit ganz „Palästina.“

Großbritannien erhielt das Mandat, dafür zu sorgen, dass die Juden dort sicher siedeln konnten. Die Entdeckung großer Ölvorkommen unter arabischem Land veranlasste Großbritannien, jüdische Immigranten fernzuhalten, und Zehntausende Araber hineinzulassen. Gerade als Millionen von Juden verzweifelt einen Zufluchtsort suchten, zu dem sie vor Nazideutschland fliehen konnten, begrenzte das britische White Paper von 1939 die Zahl der jüdischen Immigranten auf 10.000 pro Jahr für maximal fünf Jahre, plus weiterer 25.000 „Flüchtlinge“ in dieser Zeitperiode – dann würde das Tor nach Palästina für Juden vollkommen versperrt sein. Da die Nazis 11 Millionen Juden in Europa zur Vernichtung bestimmt hatten, verspottete die Quote von 25.000 Gott und das Gewissen.

Ein Jahr davor hatte Präsident Roosevelt Delegierte aus 32 Ländern in Evian, Frankreich versammelt, um die sich verschlechternde Notlage der Juden zu diskutieren. Roosevelt stellte klar, die Vereinigten Staaten würden nichts unternehmen. Großbritannien sagte, in Palästina gäbe es keinen Platz und darüber könne man nicht diskutieren. Sie bekannten ihre große Sympathie für die europäischen Juden, von deren bevorstehender Vernichtung jeder wusste. Sie brachten vielfältige Ausreden vor, warum sie nicht einschreiten könnten.

Hitler erklärte schlau, “Wir sind… bereit, all diese Kriminellen diesen Ländern zu überlassen… sogar auf Luxusschiffen.“ Als die Konferenz mit der vollständigen Preisgabe der Juden endete, verspottete Hitler die Teilnehmer: „Es wurde jüngst als vollständig unverständlich angesehen, warum Deutschland… die Juden nicht in seiner Bevölkerung erhalten wolle… [doch diese] Länder scheinen überhaupt nicht darauf bedacht zu sein, [sie aufzunehmen], jetzt da sich die Gelegenheit bietet.“ Die ganze Welt war an Hitlers Judenvernichtung beteiligt!

1944 bot Hitler den Alliierten an, 500.000 ungarische Juden zum Preis von $2 pro Person zu verkaufen – und keiner wollte sie aufnehmen! England sagte, es gäbe für sie „keinen Raum“ in Palästina! 1943 hatten Großbritannien und Amerika vereinbart, nichts über den Holocaust zu sagen oder etwas dagegen zu tun, weil sie Angst hatten, dass Hitler die Juden bei seinen Kritikern abladen würde. Die Alliierten verweigerten beständig die wiederholte, dringende Bitte jüdischer Organisationen, die Eisenbahnlinien zu bombardieren, die zu den Vernichtungslagern führten. Gott wird alle Nationen richten!

Nach dem Krieg versuchte ein Rinnsal aus ausgemergelten Überlebenden von Hitlers Todesmaschinen „Palästina“ in halb sinkenden Schiffen zu erreichen. Einige, die bis auf Sichtweite des Landes gekommen waren, das Gott ihnen als ein ewiges Erbteil (1 Chr 16,15-18) gegeben hatte, wurden von der britischen Navy fortgetrieben und in Internierungslager auf Zypern gebracht. Viele derer, die es irgendwie schafften, dort Zuflucht zu finden, was zum neuen jüdischen Staat Israel werden würde, wurden in Razzien aufgegriffen und zu diesen Lagern geschafft. Großbritannien schuf Jordanien aus dem größten Teil des Gelobten Landes. Der Untergang des Britischen Imperiums, auf dem „die Sonne nie unterging“, fand ab der Zeit statt, wo Großbritannien die Juden verriet – eine weitere Erfüllung der Prophezeiung, „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen…“ (1Mo 12,3).

Als die UN schließlich die Teilung Palästinas am 29. November 1947 beschloss (UN Res. 181), erhielt Gottes „auserwähltes Volk“ ungefähr 13 Prozent des Landes, das ihnen einst gehörte! Somit wurde Joels Prophezeiung erfüllt, dass alle Nationen sich verbünden würden, Israel zu teilen. Der einzige Teil jener Prophetie, der noch der Erfüllung harrt, ist das Gericht über die Nationen, weil sie Gottes Land „geteilt“ hatten: „Ihr sollt das Land nicht für immer verkaufen; denn das Land gehört mir“ (3Mose 25,23).

Gottes Zorn erhitzt sich immer mehr gegen die Nationen dieser Welt, weil sie Israel das rauben, was Er ihnen gab. Doch in beständiger Missachtung Gottes beinhaltete jeder Friedensvorschlag, den der Westen Israel aufgezwungen hat, weitere Teilung von Gottes Land. Präsident Bush, ein bekennender Christ, entwarf die sogenannte „Road Map zum Frieden“, die zur weiteren Teilung des Landes Israels aufruft. Er müsste zittern und Buße tun, wie auch Präsident Putin, die EU und die UN, die Bushs Partner in diesem „Quartett“ sind, das diesen Plan fördert.

Seinerseits war Israel willens, mehr und mehr Land wegzugeben, für Versprechen von „Frieden“ seitens der PLO, trotz der Tatsache, dass ihre Charta zur Zerstörung Israels aufruft und dass die palästinensische Landkarte sowie die der ganzen arabischen Welt nicht einmal Israels Existenz anerkennen. Die Tatsache, dass Israel zu dieser Vorgehensweise durch den Westen gezwungen wurde, ist keine Entschuldigung. Dafür wird Israel schwer bestraft werden in der sogenannten „Zeit der Drangsal… für Jakob“ (Jeremia 30,7). Ja Gott wird Israel erretten, aber erst nachdem Zweidrittel aller Juden auf Erden getötet wurden (Sacharja 13,8.9).

Es gibt keinen geeigneteren Ort und Weise, die Nationen zu zerstören, die Israel missbraucht haben, als wenn sie im Geist Satans kommen, um ein für alle Mal das zu vollbringen, was Hitler als „Endlösung des jüdischen Problems“ bezeichnet hatte. Gläubige müssen sich treffen, um einander zu ermutigen und aus der Schrift zu ermahnen, „und das umso mehr, als ihr den Tag [des Gerichts] herannahen seht“ (Hebräer 10,25). Erfüllte Prophezeiungen kündigen jenen Tag so wie nie zuvor an. TBC

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