Eine Übung für Beröer: „Christliche“ Zeitschriften | thebereancall.org

Eine Übung für Beröer: „Christliche“ Zeitschriften

McMahon, T.A.

Ein Mitarbeiter gab mir einige der jüngsten Ausgaben der Zeitschriften, die wir zur Rezension erhalten – Christianity Today (CT) und Charisma Magazine (CM). Wir abonnieren sie, um uns über die Lehren auf dem Laufenden zu halten, die in der Christenheit verbreitet werden. Im Allgemeinen sind sie repräsentativ für diverse christlich-theologische Positionen. Billy Graham gründete CT als eine „Mainstream evangelikale Zeitschrift”. Zu Anfang war sie die Lehre betreffend konservativ, und Graham wurde als Ikone des Fundamentalismus angesehen. Nicht viel später fing er an, Modernisten zu preisen (christliche Liberale seiner Tage) und ließ sie an seinen Missionskampagnen teilnehmen. Bei seinen späteren Kampagnen gab es Katholische Priester und Nonnen als Ratgeber, um Katholiken, die auf Grahams Botschaft reagierten, zurück in ihre katholischen Kirchen zu holen! Diese Saat hat CT unserer Tage geprägt. Sie ist unverfroren liberal und pro-katholisch, und unterstreicht so ihre fortlaufende Missachtung biblischen Christentums.

Charisma Magazine ist wohl „die Hauptzeitschrift der charismatischen Bewegung“. Anders als CT entwickelte sie sich nicht durch Wandel in der Lehre. Die Irrtümer ihrer hypercharismatischen Ansichten gab es von Anfang ihrer Veröffentlichung an in den Mit-1970ern. Sie verkünden stolz, „Wir führten viele jetzt berühmte Führer in die charismatische Gemeinschaft, von Benny Hinn über T.D. Jakes, Mike Bickle zu Jonathan Cahn und nun gibt es neue Senkrechtstarter“. Kritiken ihrer falschen Lehren finden sich überall in den TBC Archiven.

Mit diesem Artikel wollen wir die entscheidende Notwendigkeit herausstellen, biblisch zu unterscheiden, wenn wir etwas angeblich Christliches lesen (sehen oder hören). Bei CT und CM gibt es kaum eine monatliche Ausgabe, die nicht schwerwiegende lehrmäßige Irrtümer und Praktiken aufweist. Folgendes aus beiden Zeitschriften ist ein typisches Beispiel, das gerade im Mai auf meinen Tisch kam.

Ein CT Leitartikel mit dem Titel „Anonyme Kleingruppe“ und „Warum die besten kirchlichen Kleingruppen ihre Stichworte aus den Zwölf Schritten [der Anonymen Alkoholiker] entnehmen können“. Auf den ersten Blick scheint die Idee, „kirchliche Kleingruppen“ sollten AA Treffen zum Vorbild nehmen, etwas abwegig, aber es ist noch viel schlimmer, wie man sehen wird. Weiter ist dieses Konzept für CT kaum neu. Seit Jahrzehnten unterstützt sie psychologische Beratung. AA und seine 12 Schritte Programme nutzen tatsächlich eine psycho-spirituelle Methode. Das bedeutet, es ist eine Mischung zweier Glaubenssysteme – Psychotherapie und Spiritismus.

Wie CT AA und die 12 Schritte und ihre religiöse Überzeugungen bisher propagiert hat wird deutlich gemacht, wenn man der Perspektive in folgendem Artikel folgt. Der Autor, Kent Dunnington, ein Professor an der Biola Universität, der über Süchte lehrt, schreibt: „Ich bin kein Alkoholiker. Alkohol ist nichts für mich. Aber AA ist es. Ich besuchte eine AA Gruppe als ich das Buch Addiction and Virtue schrieb und sehnte mich seither danach.“ Seine Schüler in Biola müssen AA Treffen besuchen. Er hebt CTs Unterstützung hervor mit der Aussage: „Auch diese Zeitschrift adressiert die spirituelle Macht von AA regelmäßig.“

Er vertraut dem AA Ansatz: „…allgemein gesagt – und verblüffender Weise – funktioniert AA. Es hat eine Theorie, wie Leute sich ändern und ein Satz von Praktiken, die Menschen ändern können. Daher hat AA das, was die heutige Kirche, oder zumindest ein Großteil der heutigen evangelikalen Kirche wohl nicht hat: eine klare Theorie persönlicher Veränderung, festgeschrieben in Praktiken und Traditionen, die denen leicht zugänglich sind, die gerne verändert werden möchten.“

Er zollt falschen Methoden der Menschen größeren Respekt als dem vollen Rat Gottes, wie ihn die ganze Schrift gibt. Zum Beispiel preist er die Anonymität der katholischen Beichte als notwendig in der Kirche: „Katholiken mit ihrer Beichte wissen es schon lange, wie auch AA. Anonymität schafft einen Zufluchtsort, wo wir über die Zusammenhanglosigkeit unseres Lebens reden können. Wie wir eher einem Fremden im Flugzeug unsere dunkelsten Geheimnisse erzählen als unseren Freunden, so ist AA ein Ort größerer Aufrichtigkeit als die Kleingruppe wohl jemals sein wird.“

Wie ich erwähnte ist CTs Verbundenheit mit AA und psychologischen Dingen in der Mai Ausgabe 19 nicht neu. Am 22.6.1991 schrieb der damalige Chef Schreiber Tim Stafford den Leitartikel „Das verborgene Evangelium der 12 Schritte“. Er sagt, „die 12 Schritte sind christlich”, und „wir dürfen sie gerne verwenden. Sie gehören ursprünglich zu uns. Sie tun enorm Gutes.” Weiter versichert er die CT Leser, „die 12 Schritte sind ein Paket christlicher Praktiken und wenn wir sie benutzen, kompromittieren wir nichts.“

Bevor ich bewerte, was Dunnington und Stafford geschrieben haben, sollten die Leser dieses Artikels etwas über mich wissen. Ich wuchs im psychiatrischen Umfeld auf. Mein Vater war Psychiater, und eine Zeitlang lebten wir auf dem Gelände einer sehr großen Nervenheilanstalt. Ich habe volles Mitgefühl für Leute, die unter Lebensproblemen leiden, besonders dem Sündenproblem der Trunkenheit. Das dominierte in meiner Familie seit Generationen. Über die antichristlichen und pseudowissenschaftlichen Aspekte der Psychotherapie und der so genannten christlichen Psychologie habe ich Bücher und Artikel geschrieben, gepredigt und Vorträge gehalten. Das meiste davon findet sich im Beran Call Archiv, besonders Psychology and the Church: Critical Questions, Crucial Answers, Kapitel 13 von The Seduction of Christianity, und Kapitel 15 von Occult Invasion.

Zunächst einige allgemeine Bemerkungen. Was AA zu heilen versucht, sind alles Sünden Probleme. Das Wort „Sünde“ findet sich aber nirgendwo im CT Artikel. AAs Mitgründer Bill Wilson lehrte irrtümlich, „Alkoholismus“ sei eine Krankheit. Kaum wird man für eine Krankheit verantwortlich gemacht. Wenn das Kernproblem Sünde ist und die angebliche Lösung Sünde als Problem ausschließt, dann hat AA keine Lösung. Dunningtons psychologisierte Denkweise will kirchliche Kleingruppen mehr wie therapeutische oder verhaltensbezogene Begegnungsgruppen wie AA funktionieren lassen. Er erkennt nie an, dass eine Kleingruppenstudie des Wortes Gottes – ihm gehorsam – uns „alles geschenkt hat, was zum Leben und [zum Wandel in] Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch [seine] Herrlichkeit und Tugend“ (2 Petrus 1,3). Gottes Wort, das Handbuch des Schöpfers, hat die einzige Antwort für die Sündennatur des Menschen und sündige Praktiken.

Dunnington versteht nicht nur die Genüge der Schrift nicht, sondern er liegt auch beim Erfolg von AA völlig daneben. Es gibt keine Studien, die belegen, Programme von AA seien besser als andere Behandlungsformen. Die Harvard Medical School berichtete, „Die meisten Genesungen vom Alkoholismus kommen nicht von Behandlungen. Wahrscheinlich nicht mehr als 10 Prozent der Alkoholiker werden je behandelt, aber 40 Prozent genesen spontan.“ Herbert Fingarette, führend auf dem Gebiet, Autor von Heavy Drinking: The Myth of Alcoholism as a Disease schreibt in der Harvard Medicine Zeitschrift: „Dieser Krankheitsmythos, heute weit propagiert und akzeptiert ist weder hilfreich mitfühlend noch wissenschaftlich berechtigt“ Siehe 12 Steps to Destruction von Martin & Deirdre Bobgan auf S. 6).

Wenn AA nicht wirklich wirksamer als die spontane Remission durch Nichtbehandlung von Alkoholismus ist, was ist dann mit seinem spirituellen Beitrag? Diese „Spiritualität“ ist in die 12 Schritt Philosophie eingebaut und grundlegend für alles, was AA propagiert. Wie oben vermerkt, erklärten Tim Stafford und CT, „Wir dürfen 12 Schritt Programme gern verwenden. Sie gehören ursprünglich zu uns. Sie tun enorm Gutes.“

Wirklich? Jeder, der sich Zeit nimmt zu prüfen, wie AA’s 12 Schritte anfingen, wird entdecken, dass Bill Wilson und Bob Smith durch Spiritismus dazu kamen. Das ist die „spirituelle Macht von AA.“! Dave Hunt schreibt in Okkulte Invasion, „Die offizielle AA Biografie von Wilson zeigt ungeniert, dass jahrelang nach AA’s Gründung immer noch regelmäßig Seancen bei den Wilsons abgehalten wurden. Andere übersinnliche Aktivitäten fanden statt, auch wurde das Ouija Brett befragt.“

Die Biografie selbst besagt: „In den Briefen, die Bill an seine Frau Lois während des ersten Akron Sommers mit den Smiths [Bob und Anne] 1935 schrieb, gibt es Hinweise auf Seancen und andere übersinnliche Ereignisse… Bill legte sich auf die Couch. Er ‚erhielt‘ diese Dinge… etwa jede Woche [aus der Geisterwelt]. Jedes Mal kamen bestimmte Leute [Dämonen verkörperten die Toten]… in langen Sätzen, Wort für Wort kam durch….‘ 1938 fing er an, [das AA Handbuch] zu schreiben, er bat um Führung…. Die Worte purzelten mit erstaunlicher Geschwindigkeit heraus. Er schaffte den ersten Entwurf in einer halben Stunde…. Beim Zählen der neuen Schritte… ergaben sich 12 – eine symbolische Nummer; er dachte an die 12 Apostel, und kam zur Überzeugung, dass die Gesellschaft zwölf Schritte haben sollte.“

Die Bibel verdammt die Kommunikation mit Geisteswesen als Wahrsagerei. Der Grund ist offensichtlich. Diese Geister sind Dämonen, die die Leute von der Wahrheit von Gottes Wort abbringen wollen. Obwohl Wilson und Smith ausdrücklich durch magische Geräte und Techniken mit der Geisterwelt Kontakt aufnehmen wollten, um spirituelle Führung zu erhalten, findet sich der Beweis, dass das, was Wilson erhielt, dämonisch war und ist, im Inhalt selbst. Man muss nur den zweiten und dritten Schritt lesen, um zu sehen, wie antichristlich die Methode ist. Schritte 2 und 3 lauten: Wir kamen zum Glauben, eine Macht größer als wir könnte unsere geistige Gesundheit wiederherstellen. Wir wollen unseren Willen und Leben dem Gott übergeben, wie wir „Ihn verstehen“.

„Eine Macht größer als wir?“ Wer oder was mag das sein? Der Gott der Bibel und Jesus Christus, der Retter (von den Sünden!) der Welt? Weder sie noch die Sünde werden in den 12 Schritten je erwähnt! Doch viele größeren Mächte werden heute vorgebracht und gesucht. AA lässt uns die Wahl. Nicht nur das, sondern wir sollen „unseren Willen und Leben dem Gott, wie wir Ihn verstehen, übergeben.“ Als Satan die Eva im Garten Eden täuschte (1 Mose 3,1-5), half er ihr den Gott, an den sie glaubte, „besser zu verstehen“ indem er in Frage stellte, was Er gesagt hatte: „Sollte Gott wirklich gesagt haben…?“ Darauf bestritt er das, was Gott tatsächlich gesagt hatte (V 4). Das ist der dämonische Ursprung von Schritt 3. Sprüche 14,12; 16,25 und 3,5 warnen deutlich vor dem angeblichen christlichen Schritt 3: „Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.“ „Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“ Wähle einen Gott? Irgendeinen? Nein! „Denn es ist {ein} Gott und {ein} Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus“ (1 Timotheus 2,5)

Ich sprach mit Dutzenden Männern, die das AA Programm durchexerziert haben. Beinahe alle bestätigten, was ich geschrieben habe und noch viel mehr, als ich hier schreiben kann. Alle die außerhalb von AA zu Christus kamen, doch weiterhin bei AA teilnahmen, beklagten den Widerstand, sogar die Feindseligkeit, Christus in der Gruppe zu teilen. Man kann wohl jeden Gott annehmen – aber man kann nicht behaupten, dein Gott sei besser als die „Götter“ der anderen. Das ist AA’s Problem mit dem biblischen Jesus, der verkündete, „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6). Doch nur der erste Teil des Verses stört AA. Ewiges Leben interessiert sie „spirituell“ nicht. Sie wollen nur diesseits des Himmels den Betrunkenen nüchtern und produktiv halten.

Wer jahrelang an AA festhielt, gab zu, nie ein Treffen zu versäumen, ungeachtet von Familienfesten oder Notfällen, aus Angst, wieder „zur Flasche zu greifen“. Sie sind einem Menschensystem versklavt oder schlimmer.

Christianity Today und seine Autoren haben die Leser in einem Programm bekräftigt, das den Gott der Bibel und Seine Anweisungen für das Leben der Gläubigen an Ihn ablehnt. Es ist auch klar, dass sie Gottes Anweisungen abgelehnt haben, weil sie sie mit der so genannten Weisheit der Welt aufbessern wollten. Das ist tragisch. Wird Jesus, der das Wort ist, aufgebessert, so wird Er verdrängt. Und dann wird Er ein „anderer Jesus”.

Aber CT sind nicht die Einzigen, die nun Wege und Mittel der Welt verwenden. Die dämonisch inspirierten 12 Schritte Programme haben sich wie Sauerteig in verschiedenen Formen durch die Kirche ausgebreitet. Meine Erfahrung mit den 12 Schritten umfasst Celebrate Recovery (CR) in Saddleback (siehe TBC 10 / 2005 „Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig…“). Ich meldete mich im CR Trainingsprogramm an, um ein Verständnis davon aus nächster Nähe zu bekommen. Das mache ich so oft wie möglich, um sicherzustellen, dass ich die Dinge, die ich biblisch kritisiere, nicht missverstehe. Das kann passieren, daher versuche ich alles, um es besser zu verstehen. Zum Ereignis bei Saddleback kamen Tausende, die gerne Leuten mit Sündenproblemen helfen wollten.

Uns wurde gesagt, CR basiere auf den Seligpreisungen. Falsch. Es basiert auf den 12 AA Schritten und die AA Methoden verdrängen viele Schriftelemente, die im Konflikt stehen. Die Männer in meiner AA Gruppe behaupteten, AA Treffen herrschten über Bibelstudien. Die Gruppentreffen begannen mit Stille, dem Lesen des Gelassenheitsgebets (ein bestenfalls unklares Routinegebet zu dem Gott, wie man ihn sich vorstellt), und dem Bekenntnis, dass man sich von einer oder mehreren „Süchten“ erholt. Das hat weder mit den Seligpreisungen zu tun noch mit einem anderen Teil biblischen Christentums.

CT reflektiert eindeutig die Prophetie in 2 Timotheus 4,3: „Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben.“ CT zieht wohl die Wege der Welt dem Weg Gottes vor, wie sich in jeder einzelnen Ausgabe zeigt. So der Herr will werde ich nächsten Monat die Maiausgabe von Charisma Magazine prüfen. TBC

AttachmentSize
PDF icon TBCNewsletter2019_07_D.pdf225.73 KB