F&A 2019_01 | thebereancall.org

F&A 2019_01

TBC Staff

Frage: Ein früherer Rundbrief zitierte Offenbarung 17,9-10 falsch, um zu Ihrer Interpretation zu passen. Würden Sie dies bitte korrigieren – Ihr Werk ist zu wichtig, um von so einem Irrtum befleckt zu werden. [aus unserem Archiv 1.10.1993].

Antwort: Ich nehme ihre schwere Anschuldigung ernst. Lassen Sie mich direkt zitieren, so dass Sie sehen können, dass ich es weder falsch zitiert noch umgeschrieben habe: „Die sieben Köpfe sind sieben Berge [Gr. wörtl. Eine Anhöhe, Hügel oder Berge; da keine Stadt auf sieben hohen Bergen sitzen könnte, muss es Hügel lauten], auf denen die Frau sitzt. Und [es] sind sieben Könige: Fünf sind gefallen, und der eine ist da - der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muss er für eine kurze Zeit bleiben.“

Bestimmt sagt die Bibel nicht, dass die sieben Hügel sieben Könige sind, sie sagt nicht einmal, die sieben Köpfe repräsentierten sieben Könige, obgleich das angedeutet sein könnte. Sie sagt, „Und [es] sind sieben Könige…” Andere Übersetzungen lassen das „es“ weg. Es macht keinen Sinn, wie Sie annehmen, dass die Häupter Berge bedeuten, und die wiederum Könige und nicht Berge. Warum sollte dort dann überhaupt Berge stehen? Man kann allenfalls sagen, dass die Häupter (wie viele andere Symbole – das Tier bedeutet zum Beispiel Antichrist, Satan und das wiederbelebte römische Reich) zwei Bedeutungen haben: Berge (Hügel), auf denen die Stadt sich befindet und auch Könige. Keine Stadt befindet sich auf Königen, noch weniger auf solchen, die gefallen oder „noch nicht gekommen sind“.

Die Identität der Frau ist sorgfältig und fehlerfrei etabliert: 1) sie ist eine Stadt; 2) die sich auf sieben Hügeln befindet (oder dort erbaut ist); 3) sie herrscht über die Könige der Erde; 4) sie hat Unzucht mit den Königen der Erde getrieben; und 5) ist trunken vom Blut der Märtyrer. Keine Stadt außer Rom und besonders die Vatikanstadt kommt in Frage. Ich hoffe, das war hilfreich.

Frage: Was meint Jesus, wenn Er sagt, alle Dinge seien dem möglich, der glaubt? Wenn er kein Quadrat zum Kreis machen oder sündigen kann, was meint Er wirklich?

Antwort: Der Herr redet nicht hypothetisch. Er begegnet der Menschheit da, wo wir es brauchen. Unsere größte persönliche Not ist die Erlösung. Gewiss sind dem Herrn alle Dinge möglich, und wenn er es wünschte, könnte er leicht einen Berg nehmen und ihn ins Meer werfen.

Aber das nützt dem Einzelnen nichts. Auf der anderen Seite haben wir „Berge“ in unserem Leben. Dazu gehören die Notwendigkeit der Errettung, emotionale Bedürfnisse, physische Vorsorge, unsere Beziehungen mit Familie, Freunden, Ehegatten, und andere Themen des Lebens. Darauf richtet er Seinen Hauptfokus.

In Johannes 10,10 sagt Jesus: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.“ Nochmal, Er gibt uns nicht alles, was wir begehren (Wohlstand, neues Auto, eine Villa oder andere materielle Dinge). Er gibt uns eher alles, was wir brauchen. Ebenso mit Heilung – der Herr gibt uns, was wir brauchen.

In 2 Korinther 12 zum Beispiel schrieb Paulus von seinem „Dorn im Fleisch“. Wir wissen nicht genau, was das war, aber es war offenbar ein schmerzhaftes, physisches Problem. Dennoch erreichte der Herr, indem er das weiterhin zuließ, einige Dinge im Leben Paulus, die er erfahren musste.

So schrieb Paulus: „Und damit ich mich wegen der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir ablassen soll. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“ (2 Korinther 12,7-10).

Wir alle sind verschiedene Personen mit vielen ähnlichen Nöten. Die Verheißung Jesu spricht jene Dinge an, die für uns wichtig sind.

Frage: Ich bin verwirrt über „die Toten in Christus werden auferstehen“ – was genau bedeutet das? Steht unser Leib tatsächlich wieder auf und trifft Seele und Geist?

Antwort: Römer 8,23 sagt uns, „und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes.“

Das spricht ausdrücklich von der Erlösung (das ist „Auferstehung“) unseres Leibes. Eine Zeit kommt, wo unsere irdischen Leiber auferstehen und in verwandelter Form tatsächlich mit unserem Geist und Seele vereinigt werden. In 1 Korinther 15,51 schreibt Paulus, „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden….“

„Schlaf“ ist eine in der Schrift verwandte Metapher für Tod, wo der Leib nicht reagiert, so wie wenn jemand schläft. Paulus vermerkt, nicht jeder würde in diesem Leben den physischen Tod erfahren, denn bei der Entrückung werden einige dem Herrn in der Luft begegnen. Aber alle werden eine Verwandlung ihres physischen Leibes erfahren. Genau wie der menschliche Leib des Herrn nach der Auferstehung verändert wurde (Er betrat den Raum nicht durch die Tür – Lukas 24,36), so werden auch unsere irdischen Leiber auferweckt.

Wer den Herrn kennt, kann vom Zeugnis des Patriarchen Hiob Kraft schöpfen, der Gewissheit der Auferstehung hatte. „und ist nach meiner Haut dieses da zerstört, so werde ich aus meinem Fleische Gott anschauen“ (Hiob 19,26, UELB). Und wir können die Gewissheit haben, obgleich unser Leib „zerstört“ sein mag, „so werde ich aus meinem Fleische Gott anschauen“.

Es ist erstaunlich, wie viele Kulte und fehlgeleitete Religionen ausdrücklich die physische Auferstehung des Leibes bestreiten. Auf dem Areopag belehrte Paulus die Philosophen und Religiösen, die sich dort versammelten. Sie hörten seine Botschaft an, bis wir in Apostelgeschichte 17,32 lesen, „Als sie aber von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die anderen aber sprachen: Wir wollen dich darüber nochmals hören!“

In der Tat wird unser Leib auferstehen und von Geist und Seele bewohnt sein. Bis das eintritt, ob durch Tod oder Leben, schreibt Paulus: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus“ (1 Thessalonicher 5,23).

Frage: Würden Sie mir diese Frage aus dem März 2018 Rundbrief erklären? Sie schreiben, dass „diese Welt mir übergeben [ist – von Gott], und ich gebe sie, wem ich will.“ Schließt das die physische Welt ein?

Antwort: In der Schrift meint der Begriff „Welt“ (je nach Kontext) oft „Weltsystem“. Satans Schwerpunkt bei der Versuchung Christi sieht man in Matthäus 4,8: „Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit.“ In diesem Zusammenhang sagt der Widersacher in Vers 9: „Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest!“ Folglich sprach Satan von seiner Herrschaft in diesem bösen Weltsystem. Psalm 24,1 sagt: „Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner.“

 
 
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