Psychologie und Psychotherapie (Teil 2) | thebereancall.org

Psychologie und Psychotherapie (Teil 2)

McMahon & Bobgan

Dr. Martin und Deidre Bobgan und T. A. McMahon

Professionelle Psychotherapie und die sie stützende Psychologie ist im besten Fall fraglich, im schlimmsten schädlich und zumindest eine geistliche Fälschung. Auf der einen Seite gibt es genügend biblische und wissenschaftliche Beweise, die säkulare Psychologie Industrie stillzulegen und mit ihr die „Christliche Psychologie“. Auf der anderen Seite sind wir nicht naiv zu glauben, die Mehrheit der Christen würde die überwältigende Menge an wissenschaftlichen Beweisen, die ihren Untergang unterstützt, beachten. 

Leider werden viele nicht interessiert sein, die biblischen und wissenschaftlichen Beweise zu lesen, denn sie widersprechen ihren etablierten Annahmen über psychologische Beratung. Solide Forschung sagt, Psychotherapie ist nicht nur weniger wirksam als ihr nachgesagt wird, sondern ist in vielen Fällen sogar schädlich. Universitätsprofessor und weithin anerkannter Forscher Dr. Robyn Dawes sagt nach Untersuchung zahlreicher Wirksamkeitsstudien über Psychotherapie, „Es gibt keine tatsächliche Nachweise, dass professionelle Psychologie wirksam ist.“10 Weiter sagt Dawes, „Das Auswerten der Wirksamkeit der Psychotherapie ließ uns schlussfolgern, dass Berufspsychologen keine besseren Psychotherapeuten sind als jemand mit Minimaltraining – manchmal sogar als jene ohne jedes Training; die Profis sind bloß teurer.“11

Als Lawrence LeShan zum Präsidenten der Association for Humanistic Psychology gewählt wurde, sagte er sogar: „Psychotherapie mag in der Zukunft der größte Schwindel des 20. Jahrhunderts genannt werden.“12

Biblische Seelsorge existiert seit Tausenden von Jahren, Psychotherapie ist relativ neu. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen Christen, bei Lebensproblemen der Psychologie mehr zu trauen als der Bibel. Dadurch hat Psychologie viel vom Christentum und seiner Seelsorge ersetzt. Sogar für jene, die Christen sind, haben Psychotherapie und die sie stützende Psychologie den reinen Dienst des Wortes Gottes und das Leben Christi im Gläubigen verunreinigt. 

Heute glauben die Leute rückhaltlos, psychologische Beratungstheorien, verkleidet in einer großen Stilvielfalt, enthielten die Geheimnisse und Antworten für die Hilfe notleidender Seelen. Ihr Vertrauen in die heilende Kraft der Psychotherapie hat zugenommen, trotz Abwesenheit maßgeblicher Beweise für irgendeine Wirksamkeit.13 Überzeugt durch die Behauptungen der Psychotherapeuten stellen sie deren Gültigkeit nicht in Frage, weigern sich, Forschungsergebnisse zu untersuchen und glauben blind den populären Märchen über Psychotherapie.

Unsere lokalen und nationalen Umfragen ergaben, dass die große Mehrheit der Gemeinden ihre Leute mit persönlichen, Ehe und Familienproblemen an approbierte Profis überweist. Vor mehr als 60 Jahren gab es keine Überweisung von einer Gemeinde zu einem Psychotherapeuten, da solche damals nicht existierten. Eine große Ausnahme ist heute die Gemeinde, die nicht an approbierte Therapeuten überweist oder ihre Bücher benutzt.

Was ist das Problem mit Pastoren, die ihre Leute vom Wort Gottes zu den Praxen der Gott Usurpatoren schicken? Das radikale Fehlverhalten, wenn man Leute zu Psychotherapeuten schickt, ist, dass die Pastoren und andere Diener in der Gemeinde tatsächlich die Hinlänglichkeit vom Wort Gottes und vom Heiligen Geist leugnen, für die Prüfungen, Trübsale und Leiden, die uns im Leben begegnen, zu sorgen.

Die Gemeinde hat großartige und göttliche Verheißungen im Wort, die immer die heutige Geltung, Versprechen und Ankündigungen der Psychotherapeuten übertrumpfen, aber es gibt viele christliche Führer und Organisationen, die wie sie handeln dies nicht glauben. Ihre Handlungen widersprechen ihren Behauptungen, an die Hinlänglichkeit der Schrift zu glauben. 

Wir haben wiederholt gesagt, Christen sollten keine Psychotherapeuten werden. Auch sollten sie nicht zu solchen gehen, wenn sie Hilfe brauchen. Trotz unserer Warnungen, die wir biblisch und wissenschaftlich belegt haben, werden Christen approbierte Psychotherapeuten oder nutzen ihre Dienste. 

Alle approbierten Psychotherapeuten wurden in klinischer Psychologie ausgebildet, der Grundlage für Psychotherapie. Ihre Beratung muss nach den Regeln ihres säkularen, psychologischen Trainings und ihrer Approbation erfolgen. Jeder Staat approbiert eigene Psychotherapeuten, am populärsten die Klinischen Psychologen und die Ehe und Familientherapeuten. Die Psychotherapeuten müssen gemäß ihren Ausbildungsanforderungen für die Approbation praktizieren. Ein vom Staat approbierter Psychotherapeut, der redlich ist, kann die Therapeut / Patient Beziehung nicht in eine fromme christliche Sitzung ändern, da das ein unlauterer Gebrauch der Approbation wäre und zu ihrer Aufhebung führen könnte. 

Jeder vom Staat approbierte Psychotherapeut muss Patienten ohne Diskriminierung dienen. Ein Christ, vom Staat approbiert als Psychotherapeut, muss verheirateten Lesben und Schwulen, homosexuellen Singles, Satanisten, Sektenführern und anderen professionelle Dienste leisten. Wenn zum Beispiel zwei verheiratete Schwule zu einer approbierten Psychotherapeutin kommen, muss sie14 ihr Bestes tun, mit all ihrer Berufsausbildung dem schwulen Paar zu helfen, glücklicher miteinander zu leben. Manche christliche Psychotherapeuten werden sagen, sie würden eher ihre Approbation verlieren als das zu tun. Doch kein Christ sollte zunächst solche Untreue tun. 

Vom Anfang der christlichen Gemeinde an gab es eine Methode und einen Dienst, mit mentalen / emotionellen Problemen umzugehen. Sie beruhte auf dem Wort Gottes, das den Zustand des Menschen beschreibt und wie man notleidende Seelen entlastet. Der Dienst in der Urkirche war ein Gebet-und-Heilungsdienst, der alle nichtphysischen mentalen / emotionalen Störungen adressierte. Der ganze Prozess war bekannt als „Seelsorge“. John T. McNeill beschreibt diesen Dienst in A History of the Cure of Souls als „stützende und heilende Behandlung von Leuten in Bereichen, die über Anforderungen des biologischen Lebens hinausreichen.“15

Obwohl die Gemeinde einst an die Seelsorge glaubte, davon sprach und sie praktizierte, hat sie ihr Vertrauen auf säkulare Heilung des Verstandes verschoben. Dr. Thomas Szasz beschreibt sehr gekonnt, wie die Änderung geschah: „... die Seele sicher verdrängt durch den Verstand und der Verstand sicher klassifiziert als Gehirnfunktion – reden Leute von der ‚Heilung des Verstands‘“16 Das Gehirn ist ein Körperorgan, der Verstand nicht. Mit dieser raffinierten Verdrehung wurde der Verstand (verkleidet als Körperorgan) zu einem wissenschaftlichen und medizinischem Konzept als Gegensatz zur Seele erhoben, die eine theologische Realität ist. Man entschied sich zwischen einem so genannten wissenschaftlichen und theologischen Konzept. Eines ist eine Abstraktion der Psychotherapie, das andere eine von Religion. 

Zur selben Zeit, wo ein Körperorgan (Gehirn) durch eine Abstraktion (Verstand) ersetzt wurde, änderte sich was anderes. Während die Kirche geglaubt hatte, es gebe eine Beziehung von Sünde und Umständen zu mentalen / emotionalen Störungen, führte der Psychotherapeut das medizinische Konzept der Krankheit zur Erklärung dieser Störungen ein. Dennoch bedeutet mentales Leiden nicht Krankheit – wir wurden nur zu diesem Denken verleitet. Leicht akzeptierten wir das Wort „Krankheit“, um auf mental-emotionelle Probleme hinzuweisen, da das die „liebende“ und „einfühlsame“ Weise war, moralische Verantwortung zuzudecken – unsere wie ihre. 

Es gibt ein ernstes Problem, wenn Leute Gefühle mit Gewebe und Sünde mit Krankheit verwechseln. Solche Wortverwirrung führt zu falschem Denken. Genau diese Verwirrung und Irrtum beendeten die Seelsorge der Gemeinde. Durch einen semantischen Trick wurde der Verstand mit dem Gehirn verwechselt, und die Fehlbezeichnung als Krankheit ersetzte das Sündenkonzept. Somit machte es sich der ganze subjektive, theoretische Prozess der Psychotherapie wohlbehalten gemütlich im Bereich von Wissenschaft und Medizin. In Wirklichkeit ist Psychotherapie keine Medizin und gibt sich betrügerisch als Wissenschaft aus. Mit dem Aufstieg der Psychotherapie ging ein Niedergang der pastoralen Seelsorge einher, bis diese jetzt beinahe nicht mehr existiert. 

Christentum ist mehr als ein Glaubenssystem oder Bekenntnis. Es ist der Glaube an einen lebendigen Herrn und Seinen innewohnenden Heiligen Geist. Dazu gehört das ganze Leben: jeder Tag, Handlung und Entscheidung, Gedanke und Gefühl. Man kann einen Christen abgesondert von Christi innewohnender Gegenwart nicht richtig behandeln. Auch darf man das Mentale und Emotionale nicht vom christlichen Glauben segmentieren. 

Echte Christen, in denen Gottes Heiliger Geist wohnt, sind geistliche Wesen; sie brauchen geistliche Lösungen, nicht reine psychologische Versuche, das Problem zu lösen. Doch zu lange schauten Christen bei theologischen Fragen auf die Kirche und suchten bei Problemen des Lebens woanders nach Antworten.

Es ist verständlich, dass die Welt das Lebendige Wasser beim Versuch ablehnt, das Leiden des Einzelnen bei Lebensproblemen zu verstehen und ihnen zu helfen. Während die Welt biblische Antworten ablehnt, fing die Gemeinde doch an, ihre Lehre von Sünde, Rettung und Heiligung bei persönlichen und Beziehungsproblemen anzuzweifeln. Viele Pastoren gaben ihr Hirtenamt auf und wurden approbierte Psychotherapeuten. 

In den vergangenen sechzig Jahren hat die psychologische Theorie die Stelle geistlicher Praxis eingenommen, und sogar Christen gehen eher zur Psychotherapie als zur Heiligung als Mittel, mit Seelenproblemen umzugehen. Die Bibel gibt sowohl eine geistliche Basis für mentale / emotionale Gesundheit wie auch eine geistliche Lösung für alle mentalen / emotionalen Störungen, die nicht organisch verursacht sind. Wahre mentale Gesundheit umfasst geistliche und moralische Gesundheit wie emotionales Wohlbefinden. Christen müssen unbedingt die Bibel und die Vorkehrungen erneut anschauen, die Gott für ihr mentales und emotionales Wohlbefinden verfügbar gemacht hat. Keiner hat je bewiesen, dass Psychotherapie zu besseren Ergebnissen führt als biblischer Dienst in der Gemeinde seit Pfingsten

Die Bibel ist das einzige maßgebende Dokument, das bei seelischen Dingen hinreichend ist. Gott selbst erschuf die Menschen. Er gab ihnen nicht nur eine Seele, sondern Er gab ihnen Sein Wort über seelische Dinge, einschließlich, „alles… was zum Leben und [zum Wandel in] Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch [seine] Herrlichkeit und Tugend“ (2 Petrus 1,3). Die Seele selbst ist das nichtphysische innere Leben von uns, der Kern unseres Wesens. Keine psychologische Theorie, Psychotherapeut oder psychologischer Berater kann auch nur annähernd das, was die Bibel mit der Seele tun kann: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben“ (Hebräer 4,12-13).

Die Seele wohnt in unserem angeborenen Wesen, das allen gemeinsam ist, die „in Adam“ sind (wir erbten die Sündennatur). Der menschliche Geist wird lebendig gemacht, wenn Leute „wiedergeboren“ werden (Johannes 1,12-13, 3,3-5) und das Leben Christi in sich haben. Dies zeigt sich laut Galater: „das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch“ (Galater 5,17). Dieser Kampf zwischen Fleisch und Geist in jedem Gläubigen geht weiter, bis er in die Herrlichkeit mit Jesus Christus eintritt. Das Wort Gottes enthüllt „Gedanken und Gesinnungen des Herzens“. Das Wort Gottes ist nicht nur wirksam und maßgeblich, es ist Gott gehaucht und hinreichend, den Christen zu befähigen, ein Gott gefallendes Leben zu führen: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet“ (2Timotheus 3,16-17).

Das Wort Gottes mit Dienst des Heiligen Geistes in der Gemeinschaft der Gläubigen hat weiter mehr zu bieten als die psychologische Weisheit der Menschen. Gottes Rettungs- und Heiligungsplan findet sich deutlich in der Bibel. Statt zur Psychotherapie zu gehen, müssen Gläubige zur Schrift, die beschreibt, was Gott in einem Gläubigen vollbringt und wie der Gläubige befähigt ist, zu reagieren.

„Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, und seid darin überfließend mit Danksagung. Habt acht, dass euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist“ (Kolosser 2,6-10).

Genauso wie Christen die Rettung gnädig durch Glauben empfangen, sollen sie täglich durch Gnade im Glauben leben, lesen wir hier. Und wie Jesus wesentlich für die Erlösung ist, indem Er sich für unsere Sünden opferte und uns neues Leben gab, so ist Er wesentlich auf täglicher Basis – jeden Moment. Ihr neues Leben soll in Christus gegründet und aufgebaut sein. Sie müssen im Glauben (in den Lehren) gefestigt sein, indem sie daran denken, was Christus getan hat und entsprechend reagieren. Und sie müssen dankbar sein, nicht ein bisschen hier und dort, sondern „darin überfließend mit Danksagung“! Christentum ist keine Teilzeitaktivität. Es muss Vollzeit sein – wenn das Leben leicht ist und wenn es hart wird. 

Die Schriftstelle oben warnt auch vor der Psychotherapie: „Habt acht, dass euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen gemäß den Grundsätzen der Welt“. All das ruiniert Gläubige, indem es von ihre Abhängigkeit von Christus und Gottes Wort wegnimmt. Die Stelle preist Christus, „in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (V. 9), der „Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist“. Christus hat uns „zur Fülle gebracht in ihm“. Gläubige müssen einander mit diesen Gott gehauchten Worten aus der Schrift ermutigen, denn man vergisst diese Wahrheiten, die so wesentlich und Lebensspendend sind. 

Zweimal steht in den Sprüchen (14,12; 16,25) „Mancher Weg [der Welt] erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod [Trennung von Gottes Wahrheit].“ Betet, dass wir alle den Rat Gottes beherzigen, den der Herr in Jeremia 6,16 gegeben hat: „So spricht der HERR: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!“ TBC

Fußnoten:

10) Robyn Dawes, House of Cards: Psychotherapy Built on Myth (New York: The Free Press/Macmillan, Inc., 1994), 58.

11) Ibid., 101-102.

12) Lawrence LeShan, Association for Humanistic Psychology, October 1984, 4.

13) APA Commission on Psychotherapies, Psychotherapy Research: Methodological and Efficacy Issues Washington: American Psychiatric Association, 1982, 192.

14) Da die Therapie im wesentlichen eine frauenfreundliche Aktivität ist und Frauen eine große Mehrheit der Therapeuten stellen, verwenden die Berufszeitschriften oft bloß das weibliche Geschlecht, wenn sie sich auf Therapeuten beziehen.

15) John T. McNeill, A History of the Cure of Souls. (New York: Harper and Row, 1951), vii.

16) Thomas Szasz. The Myth of Psychotherapy. Garden City, NJ: Doubleday/Anchor Press, 1978, p xviii.

17) Ibid., xxiv. [Nicht im Text]

18) Ibid., p. 26. [Nicht im Text]

Die Webseite der Bobgans ist: www.psychoheresy-aware.org 

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