F&A Januar 2007 | thebereancall.org

TBC Staff

Frage: Im Juli sagten sie, dass Christen sich nicht mit Nichtchristen in Pro-Lebens Aktivitäten zusammen tun sollen, weil sie sich „in ein ungleiches Joch" begeben würden. Schließt das nicht auch Engagement in weltlichen Schulen, Pfadfindern, 4-H [Head - Kopf, Heart - Herz, Hands - Hände, Health - Gesundheit - Jugendliche lernen Führungseigenschaften, Bürgerbewusstsein und Fähigkeiten fürs Leben - d. Übers.] und jede Aktivität innerhalb der allgemeinen Öffentlichkeit aus? Doch unser Herr sagte uns, dass „unser Licht vor den Leuten leuchten" soll, damit „sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen" (Mt 5,16). Hätten die Israeliten die Hilfe von König Kyrus im Buch Esra abweisen sollen, weil sie „in einem ungleichen Joch" gewesen wären?

Antwort: Wie können wir „unser Licht leuchten" lassen, indem wir uns den Gottlosen bei ihren moralischen Kreuzzügen anschließen? Scheint auch ihr Licht?

Die Schule ist vom Gesetz gefordert - Abtreibungsproteste sind es nicht. Wenn sie es wünschen, protestieren sie mit Christen gegen die Abtreibung, nicht mit Ungeretteten. Würde ihr Licht dann nicht heller leuchten?

Öffentliche Versammlungen bringen sie kaum unter das „Joch" mit der Menge. Absonderung von der Welt kann ins Extreme getrieben werden, wie Paulus warnte, „sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen" (1Kor 5,9.10). Was die Pfadfinder, 4-H usw. betrifft, dort könnte das eigene Licht wirklich scheinen, so dass andere Mitglieder den Peers begegnen könnten, auf die sie aufschauen könnten, die aber nicht „von der Welt" sind (Jh 15,19; 17,14-16) und die Zeugnis für Christus ablegen.

Wir sind aufgerufen, das „Evangelium zu predigen", nicht die Gesellschaft zu reformieren. Aber wenn sie das Evangelium ungeretteten Protestierern predigen, werden diese sie beschuldigen, die Einheit zu stören. Kyrus wurde von Gott erwählt (2 Chr 36,22.23; Esra 1,1-8). Die Juden hätten Gott den Gehorsam verweigert, wenn sie seine Unterstützung nicht akzeptiert hätten.

Frage: in einer Predigt unlängst sagte unser Pastor: „Freier Wille ist kein biblischer Begriff." Ist das wahr? Bitte erklären sie.

Antwort: Freier Wille zu gehorchen oder nicht, zu lieben oder zu hassen, sich zu unterwerfen oder zu rebellieren, ist nicht nur biblisch sondern wesentlich für die Beziehung des Menschen zu Gott. Er ruft uns auf, zu lieben, zu gehorchen, zu dienen, Ihn anzubeten und das aufgrund der freien Wahlmöglichkeit: „so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt" (Jos 24,15). Gott würde durch keinen Gehorsam, Anbetung oder Liebe verherrlicht werden, die nicht willentlich von Herzen kommen.

Jesus sagte, „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das erste und größte Gebot" (Mt 22,37.38). Die Tatsache, dass Liebe vom Herz, Seele und Denken [oder Verstand] kommt, beweist, dass sie eine freie Willenshandlung sein muss. Liebe muss willentlich gegeben oder empfangen werden - sonst ist es keine Liebe. Unser Herr sagte, das zweite Gebot sei, unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben und, „An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten (Mt 22,40). Ohne die Fähigkeit, Gott und Mitmenschen zu lieben, können wir somit nicht der Bibel gehorchen.

Ihr Pastor, sagt, dass freier Wille „kein biblischer Begriff" sei? Aber dieses Konzept erscheint 17-mal in der Bibel! Die gleiche Bedeutung wird mit anderen Worten ausgedrückt. „Freiwillige Gaben" tritt zweimal auf (2 Mo 36,3; Am 4,5), wie auch „freiwillige Opfer" (3 Mo 7,16). Alle müssen „freiwillig" dem Herrn dargebracht werden (Hes 46,12).

Das erste Opfer in 3. Mose (als Muster für alle, sollte vom Anbeter „of his own voluntary will - freiwillig" dargebracht werden(3 Mo 1,3.4) [direkt aus KJV übersetzt, die deutschen Übersetzungen geben das anders wieder]. Die vielen „freiwilligen" Opfer sollten durch das Individuum gegeben werden „Sage den Kindern Israels, dass sie mir freiwillige Gaben bringen; und von jedem, den sein Herz dazu treibt, sollt ihr die freiwillige Gabe annehmen (2Mo 25,2). Jene, die Materialien zum Bau der Stiftshütte gaben, sollten sie freiwillig geben, „jeder, den sein Herz dazu antreibt" (2 Mo 35,5).

Christus erklärte: „Wenn jemand seinen [Gottes] Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich aus mir selbst rede" (Joh 7,17). Die Bibel endet mit einem Angebot, das sie viele Male wiederholt oder andeutet: „und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst" (Offb 22,17). Die Schrift könnte diesbezüglich nicht eindeutiger sein. Freier Wille ist biblisch und wesentlich.

Frage: Die Worte „fleischlicher Christ" klingen wie ein Widerspruch in sich. Aus Stellen wie Hesekiel 33, Matthäus 7,19-23, kann ich „fleischliche Christen" nicht im Himmel sehen. Die Leute verwenden 1 Korinther 3 für den Beweis, dass alle Namenschristen gerettet werden, egal was sie tun. Aber John MacArthur sagt in seiner Studienbibel, dies bezöge sich vornehmlich auf Evangelisten und Pastoren. Eine tragfähige Interpretation ist meiner Meinung nach... das Werk, das sie tun... ist evangelisieren und dem Leib Christi bei Seinem Wachstum in der Kenntnis von Ihm zu helfen.

Wenn sie ein falsches Evangelium vorstellen, wird der Bekehrte ganz verbrannt, weil er nicht Christus als Grundlage hat. Wenn der Baumeister versucht, durch falsche Lehren Christen aufzuerbauen... werden diese Lehren ganz verbrannt... und der Baumeister wird keinen Lohn erhalten. Der Baumeister wird gerettet, aber seine Werke werden verbrannt.... Ich denke nicht, dass diese Stelle beweist, dass es fleischliche Christen ohne Lohn im Himmel geben wird.

Antwort: Im Gegenteil, Paulus bezieht sich nicht nur auf „Evangelisten und Pastoren", auch die MacArthur Studienbibel sagt das nicht. Dreimal sagt Paulus, „ein jeder" und einmal „jeder Mensch". Es ist des Menschen Werk (nicht seine „Bekehrten"), die im Feuer erprobt werden (V. 13) und es sind die Werke die verbrannt werden, nicht „Bekehrte" zu einem falschen Evangelium.

Sie glauben, „fleischlicher Christ" sei ein „innerer Widerspruch"? Paulus führte die Idee ein, indem er mit sich selbst begann (Röm 7,14). Obgleich er die Korinther fleischlich nannte, nannte er sie doch auch „Brüder" und „Unmündige in Christus" (1 Kor 3,1-4).

„Fleischlich" ist ein biblischer Begriff, der jene beschreibt, die in „Eifersucht und Streit und Zwietracht" leben. Paulus klagte sie an, dass sie Unzucht verzeihen und gegeneinander ihr Recht suchten zu weltlichen Gerichten. Er erklärte sogar, dass eine Person so fleischlich sein könnte, dass alle ihrer Werke verbrannt werden könnte - doch „er selbst aber wird gerettet werden" (1Kor 3,15).

Ich stimme zu, dass diese Schriftstelle nicht beweist, dass alle Namenschristen gerettet werden, egal was sie tun. Sich dazu zu bekennen ist nicht genug. Nachdem er es klargestellt hatte, dass Christus die einzige Grundlage ist, bezieht sich Paulus auf jene, die „auf diesen Grund gebaut haben" (1 Kor 3,10-12) - d.h. echte Christen.

Es wird im Himmel keinen fleischlichen Christen geben, denn er sagt, „dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird" (1Jo 3,2). Aber uns wird nicht gesagt, dass Fleischlichkeit irgendjemanden aus dem Himmel heraushält. Wenn man ein perfektes Leben führen muss, um in den Himmel zu kommen, würde keiner hineinkommen. Paulus schrieb die meisten seiner Epistel, um die Irrtümer in der Gemeinde zu korrigieren. Aber er sagt nicht, dass sogar die fleischlichsten Korinther nicht gerettet sind. Paulus hat Zweifel wegen der Galater, nicht aufgrund ihrer Fleischlichkeit, sondern weil er in Frage gestellt, ob sie das wahre Evangelium glauben. (Gal 4,11.19.20).

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Seele und Geist? Gehen beide zum Herrn, wenn wir sterben? Bitte erklären sie.

Antwort: Die meisten Christen verwenden die Worte abwechselnd. Die Schrift macht einen Unterschied. Paulus schreibt, „...und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden..." (1Thes 5,23). Das Wort Gottes dringt durch „bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist" (Hebr 4,12). Seele und Geist müssen deshalb zwei verschiedene Teile eines menschlichen Wesens sein, das in Gottes Bild gemacht ist.

„Seele" im Alten Testamen ist immer das hebräische nephesh, eine lebendes, atmendes Geschöpf. Beim Aufzählen von Menschen in der Bibel, wird immer auf so viele Seelen Bezug genommen - nie auf Geister. Im Neuen Testament, ist „Seele" immer psuche, das griechische Äquivalent von nephesh. Geist im Hebräischen heißt ruwach, gemeint Atem; und das griechische Äquivalent ist pneuma. Seele und Geist sind schwierig zu definieren. Doch jede Person weiß, was gemeint ist mit „böser Geist", „körperloser Geist", „Geist des Menschen", „Geist Gottes" usw.

Der Ausdruck „meine Seele" wird 126-mal gefunden und ist beinahe immer sehr persönlich, als ob sie das Zentrum des eigenen Bewusstseins wäre. Durch die Seele erkennen wir und gönnen wir uns etwas: „und will zu meiner Seele sagen... du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre... iss, trink und sei guten Mutes" (Lk 12,19).

Dass die Seele in den Himmel geht ist klar: „denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben" (Ps 16,10); „sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen" (Offb 6,9). Das gleiche trifft zu für den Geist. Als Er starb, sagte Jesus, „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist" (Lk 23,46). Lukas schreibt, „und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf" (Apg 7,59).

Im Gegensatz zum Bewusstsein, das die Seele hat (1 Kor 2,11.12), hat der Geist Verständnis und Weisheit. Das ist der Fall, wo der Geist Gottes im Menschen wohnt und des Menschen Zentrum von Bewusstsein und Gemeinschaft mit Gott ist. „Sinnlich" könnte mit der Seele in Verbindung gebracht werden, aber nicht mit dem Geist. „Soulish - Seelisch" steht weder in der Bibel noch im Wörterbuch, aber wenn der Ausdruck dort zu finden wäre, würde er einen fleischlichen Begriffsinhalt und nichts mit Gott zu tun haben. Auf der anderen Seite wird „spiritual - geistlich" 23-mal in der Bibel gefunden, wo es immer für den Himmel gesonnen, fromm, heilig bedeutet - und nie ichbezogen.

Frage: Im November drückten sie ihr Missfallen mit D. James Kennedy, R.C. Sproul und anderen aus, welche lehren, dass Israel „keinen speziellen Anspruch auf Land im Nahen Osten hat, da es durch die Gemeinde ersetzt wurde." Das ungläubige Israel wurde immer geschlagen, ob in historischen Zeiten, zu Christi Tagen oder in den unsrigen; das Königreich war immer der Segen, der einer anderen „Nation" gegeben wurde (zusammengesetzt aus Juden und Heiden).... Diese Heiligen machen jene heilige Nation aus, die Petrus den Leib Christi nennt. Die Schrift bestätigt nirgendwo, dass ein ungläubiges Israel... empfangen wird... ein Kanaan im tausendjährigen Reich, dessen Grenzen den Euphrat erreichen.... Jeremia 23,7-8... bezieht sich auf die Rückkehr von Babylon... nicht auf das Israel, das in der modernen Geschichte wiederhergestellt wurde. Überdies schließt dieser Text ein... eine messianische Prophetie, die in Zusammenhang gebracht werden muss mit den Versen 7 und 8....

Antwort: Buchstäblich Hunderte von Schriftstellen widersprechen ihrer Position. Gott versprach Abraham, Isaak und Jakob, und ihrem Samen ewigen Besitz eines physischen Landes auf dieser Erde mit genau definierten Grenzen (1 Mo 11,31; 12,1.5.6.7; 13,15; 15,7.18-21; 17,7-8; 26,3-5; 28,13.14; 35,9-12; 1 Chr 16,15-18, usw.). Zum Beispiel: „Und ich will dir und deinem Samen nach dir das Land zum ewigen Besitz geben... nämlich das ganze Land Kanaan, und ich will ihr Gott sein" (1Mo 17,7). Nie wurde der Kirche je ein solches Versprechen auf Besitz eines besonderen Landes auf dieser Erde gegeben! Israel besitzt dieses Land seit vielen Jahrhunderten. Wie könnte die Gemeinde, deren Erbe im Himmel ist, ein physisches Israel auf der Erde ersetzen?

Die Israeliten waren mit wenigen Ausnahmen immer ungläubig: in Ägypten, durch die Wüste, im Land - doch Gott blieb treu und geduldig. Er disziplinierte sie, aber enteignete sie nie. Er warnte, dass Er sie aus dem Land vertreiben würde, wenn sie nicht Buße tun und sich zu Ihm wenden würden. Er sagte, dass sie in jede Nation zerstreut werden würden, gehasst, verfolgt und umgebracht wie kein anderes Volk, was mit ihnen geschah und bis heut geschieht. Er versprach, Israel in den letzten Tagen zurück in sein Land zu bringen, was er im Begriff ist zu tun - und dass sie nie aufhören würden, eine Nation zu sein (Jer 31,35.36). Nichts davon passt auf die Gemeinde.

Sie sagen, dass sich Jeremia 23,7-8 auf die Rückkehr aus Babylon bezieht. Wie kann „...aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe" nur ein einziges Land meinen, Babylon? Jene die heute in Israel leben kamen aus über 100 Ländern in buchstäblicher Erfüllung von Jeremia 23,7-8. Gott sagte, dass an jenem Tag, kein Jude außerhalb Israels gelassen werden würde: „weil ich... sie nun wieder in ihr Land versammle und keinen von ihnen mehr dort [unter den anderen Nationen] zurücklasse (Hes 39,28, Mt 23,31) - aber nur ein Überrest kehrte aus Babylon zurück.

Ja, „ein ungläubiges Israel hat keinen speziellen Rechtsanspruch auf das Land." Aber Israel muss im Unglauben in sein Land zurückkehren, weil es dort ist, wo sie zum Glauben kommen, wenn der Messias Sein Volk inmitten von Harmageddon rettet (Sach 14,1-4). Jeder lebende Jude wird „auf mich sehen, den sie durchstochen haben.... An jenem Tag wird für das Haus David... ein Quell eröffnet sein gegen Sünde und Unreinheit" (Sach 12,10-13,1) und „ganz Israel wird gerettet werden" (Röm 11,26). Das geschah bei der Rückkehr von Babylon nicht!

Wenn die Gemeinde Israel ist, „dann wird die ganze Gemeinde gerettet werden", wenn Christen auf den Einen schauen, „den sie durchbohrt haben". Paulus war willens, in die Hölle zu gehen, wenn das Israel retten würde, seine „Verwandten nach dem Fleisch" (Röm 9,3). Nichts davon beschreibt die Gemeinde!

Sein „Flehen zu Gott für Israel ist, dass sie gerettet werden" (Röm 10,1). Sind jene in der Gemeinde noch nicht gerettet?

Sie sagen, „Israel wurde immer geschlagen... das Königreich war immer der Segen, der einer anderen „Nation" gegeben wurde (zusammengesetzt aus Juden und Heiden)...." War deshalb das Königreich Davids, in Wirklichkeit die Gemeinde, die Jahrhunderte lang in jenem Land lebte, „vom Bach Ägyptens bis zum Euphrat"? Der Gemeinde wurde nie ein Land versprochen, sie wohnte nie in einem Land, wurde nie aus jenem Land für ihre Sünde vertrieben, nie wurde ihr versprochen, dass sie dahin zurückgebracht werden würde. Die Gemeinde ist nicht Israel.